Von Brasilien nach Deutschland, durch Brüche und zurück zu mir — und zu der Arbeit, die aus meinem Leben gewachsen ist.
Kintsugi — die Kunst des goldenen Flickens
Ich wurde 1977 in Brasilien geboren und bin 2001 nach Deutschland gekommen. Ich bin Mutter von drei Kindern: 1 Sohn und 2 Töchtern. Meine Kinder sind das größte Geschenk meines Lebens.
Mein eigener Lebensweg war nicht einfach. Schon sehr früh in meiner Kindheit habe ich verschiedene Formen von Gewalt erlebt: psychische, emotionale, körperliche und auch sexuelle Gewalt. Diese Erfahrungen haben mein Leben tief geprägt.
Von meinem sechsten Lebensmonat bis zu meinem achten Lebensjahr hatte ich das große Glück, immer wieder Zeit bei meiner Oma und meinem Opa zu verbringen. Sie lebten sehr einfach auf einem Bauernhof ohne Luxus, nicht einmal Strom.
Meine Oma Maemema war eine Benzedeira: eine brasilianische Volksheilerin, die Menschen mit Gebeten und Segnungen unterstützte. Ich habe erlebt, wie Menschen zu ihr kamen, um Unterstützung zu finden.
Mit 14 Jahren wusste ich schon, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. Menschen haben mich immer interessiert, ihre Geschichten, ihr inneres Erleben und ihre Kraft, trotz allem weiterzugehen.
In meiner Umgebung
Schon als Kind hatte ich oft das Gefühl, nicht wirklich hierher zu gehören. Mit acht Jahren begannen die Gedanken, nicht mehr da sein zu wollen. Diese Gedanken haben mich viele Jahre begleitet. Und trotzdem gab es immer einen anderen Teil in mir — ein Teil, der spürte, dass das Leben mehr sein könnte.
Mein eigener Weg war lange voller Umwege, Chaos und toxische Beziehungen. Oft habe ich an mir gezweifelt und nicht geglaubt, dass ich das Recht habe, das Leben zu leben, das ich mir eigentlich wünsche. Mehr als einmal habe ich meine Träume begraben. Aber dieser Wunsch kam immer wieder zurück.
Lange Zeit konnte ich von allem eins: überleben. Ich wusste, wie man stark bleibt, weitermacht und funktioniert.
2022 kam eine weitere prägende Erfahrung. Meine kleine Tochter war damals 2 Jahre alt, und ich flog nach Brasilien, weil ich meinem Bruder eine Niere spenden wollte. Im Zuge der Untersuchungen stellte sich heraus, dass ich selbst einen Tumor in der Niere hatte. Statt eine Niere zu spenden, musste ich nach Deutschland zurückkehren, um mich um meine Gesundheit zu kümmern. Zum Glück ist alles gut gegangen.
Nicht weil jemand „repariert" wird — sondern weil er wieder Zugang zu seiner eigenen inneren Kraft findet. Genau das ist der Kern meiner Arbeit.
Ein großer Wendepunkt kam, als ich begann, mich intensiv mit dem Nervensystem zu beschäftigen. Ich verstand, dass Menschen, die im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger belastende Erfahrungen gemacht haben, oft ein Nervensystem entwickeln, das dauerhaft im Alarmmodus ist.
Auch wenn wir uns Veränderung wünschen, fällt es uns oft schwer, sie umzusetzen. Nicht weil mit uns etwas nicht stimmt, sondern weil unser Nervensystem gelernt hat, dass Veränderung oder Vertrauen gefährlich sein könnten.
Das Nervensystem unterscheidet nicht zwischen richtig oder falsch. Es orientiert sich an dem, was vertraut ist.
Ich habe mich in Deutschland, der Schweiz und Brasilien kontinuierlich weitergebildet. Auf meinem Weg habe ich unterschiedliche Ausbildungen und Ansätze kennengelernt, weil jeder Mensch einzigartig ist und individuelle Begleitung braucht.
Heute arbeite ich als InnerGuide und begleite Menschen auf ihrem Weg. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Leben mehr sein kann als nur funktionieren — begleite ich dich gerne ein Stück auf deinem Weg.
Ich freue mich, von dir zu hören — ohne Druck, ohne Erwartungen. Wir spüren gemeinsam, ob es passt.
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